Sutz siegt beim Powerman Austria

Die Königin und der König von Zofingen 2008 sind auch die dominierenden Figuren 2010 beim Powerman Austria Duathlon von heute Sonntag 22. September 2010. Die Ungarin Erika Csomor und der Schaffhauser Andy Sutz durften heute Sonntag in Weyer vom obersten Treppchen des Siegerpodestes lächeln. Für Csomor war es in Oesterreich der bereits dritte Erfolg, für Sutz jedoch der erste. Bei den Frauen erreichte die Aarwangnerin Jacqueline Uebelhart den sensationellen 2. Platz und damit eine gelungene Hauptprobe für die Duathlon-WM bei Powerman Zofingen am 5. September 2010. - Powerman Austria www.powerman.at

«Ich bin schon ziemlich kaputt, aber überglücklich! Ich hätte nicht gedacht, dass es zu einem so souveränen Sieg reicht», meinte ein strahlender Andy Sutz im Ziel. Der 29-jährige Schaffhauser sprach von einem sehr harten Rennen. «Auf der letzten Laufstrecke wollten meine Beine nicht mehr rund laufen. Als ich meinen großen Vorsprung mitbekommen hatte, konnte ich in den letzten Minuten zum Glück etwas zurückschalten und diese auch genießen.» Der Sieger des Powerman Zofingen 2008 dominierte das Rennen in Weyer vom Startschuss weg.

Seine Taktik, gleich von Beginn an seine Stärke zu präsentieren, ging auf. Als Belohnung an diesem heissen Tag gönnte sich Sutz im Anschluss ans Rennen gleich noch eine feine Abkühlung im Weyrer Marktbrunnen.

In einer solchen Topform ist der Schaffhauser auch der Kronfavorit für den WM-Titel über die Duathlon-Langdistanz am 5. September in Zofingen. Anmelden dazu kann man sich noch bis am 2. September via www.powerman.ch.

Riesiger Vorsprung

Wie stark Sutz zur Zeit ist, beweist der riesige Vorsprung von 9 Minuten 25 Sekunden auf Sigi Bauer, der mit einer Minute Vorsprung auf Karl Prungraber österreichischer Staatsmeister im Duathlon wurde. Bauer, der sofort gut ins Rennen kam, hatte im Rennen um den Titel diesmal die Nase vorn. «Ich wusste, dass ich auf dem Rad schnell sein muss, um eine Chance zu haben», so der frisch gebackene Meister, der sich zu Sutz in den Brunnen gesellte und seinen Sieg genoss. Prungraber hingegen hatte mit einigen Problemen zu kämpfen. Auf dem Rad ging der Oberösterreicher völlig ein, konnte nichts mehr zu sich nehmen und wurde immer schwächer. «Ich freue mich deshalb umso mehr über meinen 3. Platz beim Powerman Austria!» Der Sieg bei den Damen ging an die Linzerin Daniela Rechberger (PSV Tri Linz), die nach einem Schwächeanfall von Jessica Schwarz (Union Leutasch) souverän den Meistertitel holte.

Csomors dritter Triumph

Auch die Frauen litten unter der immensen Hitze. Am besten fand sich damit die Grand Dame des Ausdauersportes, Erika Csomor, zurecht. Die 36-jährige Ungarin sicherte sich nach 2001 und 2004 bereits zum dritten Mal den Sieg beim Powerman Austria.

Csomor erarbeitete sich einen Vorsprung von 107 Sekunden auf Jacqueline Übelhart. Die 35-jährige Aarwangnerin kommt auf den Powerman Zofingen hin immer besser in Fahrt. «Als ich das starke Teilnehmerfeld sah, war mein Ziel ein Top-Five-Platz», so Übelhart. Im Wettkampf sei es ihr aber super gelaufen. Nach den ersten 15,6 Lauf und den 82,4 Rad-Kilometern lagen Csomor und Übelhart noch gleichauf. «Die 107 Sekunden nahm sie mir dann auf den letzten 7,3 Laufkilometern ab», so die gebürtige Welschenrohrerin, die ihren bisher grössten Erfolg mit dem Sieg beim Powerman Memorial Benny Vansteelant am 6. Juni dieses Jahres im belgischen Torhout feiern konnte. «Dieser 2. Platz hier in Weyer ist aber ebenso schön», meinte Überhart und liess zudem aufhorchen. «Eigentlich hätte ich noch schneller sein können, vor allem auf dem Velo. Ich traute aber nicht, an Erika Csomor vorbeizuziehen, da sie viel mehr Erfahrung hat als ich und ich mich nicht verheizen wollte.» Die hohen Temperaturen würden ihr aber nichts ausmachen. «Kommt es am 5. September in Zofingen zu einer ähnlichen Situation, ziehe ich auf dem Rad an Csomor vorbei und versuche mein Glück», gibt sich die Bernerin im Hinblick auf die bevorstehenden Duathlon-Langdistanz-Weltmeisterschaften kämpferisch. Zuerst einmal geht Übelhart in Österreich nun kräftig feiern: «Und zwar mit Holdrio und ein paar Bierchen!» Platz 3 ging übrigens an die 44-jährige Britin Michelle Parsons. Text: Raphael Galliker

Die Ergebnisse im Überblick:

POWERMAN Austria 2010 Männer:

1. Sutz Andy (SUI) 3:34:05
2. Bauer Sigi (AUT) +9:25
3. Prungraber Karl (AUT) +10:26
4. Neyrinck Jochen (BEL) + 10:41
5. Baumann Jonas (SUI) +14:16
6. Vaughan David (IRL) +16:42
7. Wrzaczek Stefan (AUT) +18:46
8. Le Duey Anthony (FRA) +21:41
9. Goncalves Paulo (LUX) +23:51
10. Kleber Andreas (AUT) +24:02

POWERMAN Austria 2010 Frauen

1. Csomor Erika (HUN) 4:14:12
2. Übelhart Jacqueline (SUI) +1:47
3. Parsons Michelle (GBR) +5:13
4. Ussher Elina (FIN) +10:53
5. Beck Victoria (NZL) +11:16
6. Rechberger Daniela (AUT) +19:31