Willy Erisman

Willy Erisman (20x Finisher) 
 
 
Der Brugger kam im Jahr 1989 bei Radsport Gerber in Oftringen zu einer Wettkampfausschreibung des „Run&Bike, Zofingen“. Obwohl er damals doch schon 48 Jahre alt war, entschloss er sich, zusammen mit seiner Frau und Sportskollegen aus der Region Brugg-Unteres Aaretal, daran teilzunehmen. Die Basis hatte er sich mit jahrelangem Rad-und Laufsport gelegt. Die Überführung des Run and Bike in den Powerman führte ein wachsendes internationales Interesse mit sich. Dank grosszügiger Sponsoren kam die Weltelite nach Zofingen, namhafte Geldsummen lockten.

Die Präsenz der Topathleten war auch für Erismann motivierend: „Für mich als Hobbysportler war es jedes Mal eine einmalige Sache, mit all den Profis im gleichen Wettkampf zu starten.“

Infolge der gestiegenen Nachfrage für die 700-800 Startplätze musste man sich schon bald für die Teilnahme qualifizieren.

Die Zahl der Athleten, die alle Austragungen bestritten hatten, reduzierte sich von Jahr zu Jahr: „Nach fünf Austragungen waren wir noch drei Wettkämpfer, die jedes Mal auf der Langdistanz dabei waren.“

Willy Erismann erinnert sich vor allem an die denkwürdige Austragung von 195: „Unvergessen bleibt mir der Powerman Mitte der Neunzigerjahre, bei 4°C Lufttemperatur, strömendem Regen und heftigen Windböen starteten amerikanische und japanische Profis in Badehose und T-Shirt. Bald einmal standen sie dann aber halb erfroren am Strassenrand. Auf dem höchsten Punkt der Radstrecke lag nämlich Schnee. Obwohl ich mit Thermoanzug, Schuhüberzügen und Winterhandschuhen gut ausgerüstet war, konnte ich - der klammen Finger wegen- den Verschluss des Helmes in der Wechselzone nicht mehr öffnen. Ein Funktionär half mir, das Problem zu lösen.“

„Bei der zehnten Austragung war ich dann der einzige Wettkämpfer, der zehn Mal gefinisht hatte. Ein schönes Bild eines Luzerner Künstlers wurde mir überreicht mit der Widmung „10 Powerman Zofingen“. Wahrlich Momente, die unter die Haut gingen! Das Bild hat natürlich in unserem Wohnzimmer einen Ehrenplatz. „

Erismann weiter: „In den nächsten Jahren gab es einschneidende Veränderungen. Die Hauptsponsoren stiegen aus. Die Teilnehmerzahl sank auf ca.300 Startende. Das OK wechselte und der Wettkampf wurde in den Herbst verlegt. Bekanntlich wurde im Frühjahr 2003 der Zofinger Duathlon als verstorben erklärt. Dank grossartigem Einsatz der Stadt und der ganzen Region, aber vor allem dank des neuen OK unter der Leitung von Stefan Ruf fand er dann glücklicherweise doch statt:“ Nun war das meine 15. Teilnahme. Im Zieleinlauf wurde ich frenetisch von allen Zuschauern begrüsst. Das war schon ein tolles Gefühl! In all den Wettkämpfen war ich nie verletzt, hatte nie eine Panne und keinen Sturz. Das ist bestimmt auf eine gute Vorbereitung, aber auch auf viel, viel Glück zurückzuführen. Ein grosses Dankeschön an alle Helfer, die auch bei schlechter Witterung ausharrten, und mich immer wieder motivierten.

Wirklich ans Aufgeben dachte ich in all den 15 Rennen nie. Auf der abschliessenden Laufstrecke erhalte ich immer wieder ermunternde Zurufe von den Helfern, die mich mittlerweile kennen. Ohne die Hilfe und Unterstützung meiner Frau und unseres Sohnes wäre eine solche Serie nicht zu realisieren. Nun hoffe ich, auch dieses Jahr wieder dabei zu sein.“