Viele Prominente gehen an den Start

Vorschau Powerman Langdistanz-Weltmeisterschaften in Zofingen 2010 - Der Powerman Zofingen geht am Wochenende des 4./5. September 2010 bereits zum 22. Mal über die Bühne. Mit seinen 10 Lauf-, 150 Rad- und nochmals 30 Lauf-Kilometer ist der als Langdistanz-Weltmeisterschaften ausgetragene Anlass der härteste Duathlon der Welt. Im Gegensatz dazu soll die zum dritten Mal ausgetragene und stark aufgewertete Powerman CHARITY Spass bieten und viel Gutes tun. Viele Prominente haben ihre Teilnahme bereits zugesagt. Auch Bundesrat Ueli Maurer widmet dem Powerman Zofingen einen ganzen Tag. - Raphael Galliker

Dass der Powerman Zofingen sehr populär ist, beweist die Tatsache, dass 2009 mehr als 350 Athleten aus 25 verschiedenen Ländern stammend über die Langdistanz an den Start gingen. Die gesamte Teilnehmerzahl am 21. Powerman Zofingen überstieg sogar die 1’000er Marke. Das entsprach der höchsten Teilnehmerzahl in den letzten acht Jahren. «Für das Kurz- und Langdistanzrennen am Sonntag rechnen wir erneut mit einer Teilnehmerzunahme gegenüber dem Vorjahr», blickt Martin Ryser, Chef Athletenmarketing, dem 5. September 2010 optimistisch entgegen. «Dafür sorgen das verstärkte Marketingteam im OK und zahlreiche Powerman-Botschafter, die an den Rennen in verschiedenen Ländern aktiv Werbung für den Powerman Zofingen machen», fügt Ryser an. Das Langdistanz-Rennen ist wiederum ein Wettkampf innerhalb der Serie Swiss Duathlon Cup. Der Seriensieger wird an der Postrace-Party am Sonntagabend in Zofingen gekürt. «Für die beiden Veranstaltungstage rechnen wir mit mehr als 1200 Teilnehmern aus aller Welt», lässt sich Ryser entlocken. Für zusätzliche Unterhaltung sorgen zahlreiche Attraktionen und insbesondere die ausgebaute Powerman-Expo rund um die Wechselzone. Das Schweizer Sportfernsehen SSF (Live-Sendung am 5. September von 14 bis 16 Uhr und danach mehrere Wiederholungen) und die beliebte Langenthaler Dance-Crew «iNZANE» (als Cheerleaders) werden auch dieses Jahr wieder in Zofingen vor Ort sein.

Powerman Zofingen geehrt

Das englische «220 Magazine» listete im letzten Jahr den Powerman Zofingen unter den besten fünf Triathlon-Veranstaltungen der Welt auf. So gesehen festigte der Powerman Zofingen seine Vormachtstellung als bekanntester Duathlon auf unserem Erdball. Bei den Langdistanz-Duathlonmeisterschaften am 5. September 2010 ist das Auge ganz auf die Vorjahressieger gerichtet. Die 36-jährige Ungarin Erika Csomor gewann im letzten Jahr in Zofingen zum sechsten Mal in Serie. Die Königin von Zofingen war dabei über sechs Minuten schneller als die Zweitplatzierte, die Britin Jessica Petersson. «Ich komme im nächsten Jahr wieder», versprach Csomor damals. Und dass Csomors Form stimmt, bewies sie zuletzt am 22. August mit ihrem Sieg beim Powerman Austria in Weyer auf eindrückliche Art und Weise.

Die Jagd nach Rekorden

Sieger Joerie Vansteelant war im letzten Jahr schnell wie eine Rakete. Er war 9 Minuten und 25 Sekunden früher im Ziel als jeder Athlet in den Austragungen zuvor. Für die 10 Kilometer Rennen, 150 Kilometer Velofahren und für die finalen 30 Lauf-Kilometer benötigte er 6 Stunden 11 Minuten und 35 Sekunden. Vielleicht war der Belgier ja auch so motiviert, weil das Schweizer Sportfernsehen im letzten Jahr erstmals live über diese erstklassige Veranstaltung berichtete. Vansteelants härtester Widersacher, der 29-jährige Schaffhauser Andy Sutz, büsste am Ende genau 16 Minuten auf den Überflieger Vansteelant ein. Dieser Vorsprung war dabei der grösste den ein Sieger je an einem Powerman in Zofingen auf einen Zweitplatzierten herauszuholen vermochte. Es war überdies das erste Mal in Zofingen, dass ein Favorit bei seinem ersten Auftritt auch gleich gewinnen konnte. «Joeri Vansteelant war eine Klasse für sich. Seine Leistung ist unfassbar», sagte Sutz im Ziel. Der Schaffhauser hatte 2008, wie Vansteelant 2009, den Powerman Zofingen als Rookie gewonnen. Nicht zuletzt dank seines souveränen Erfolges am 22. August 2010 beim Powerman Austria in Weyer gilt Sutz als Kronfavorit auf den WM-Titel über die Duathlon-Langdistanz am 5. September in Zofingen. «Wenn es irgendwie geht, komme ich ab jetzt jedes Jahr nach Zofingen» versprach der Belgier bei der Siegerehrung. Zeit, sich anzumelden haben er und auch alle anderen Interessierten noch bis am 2. September auf www.powerman.ch und über www.datasport.com.

Einheimische Trümpfe

Es gab Jahre, in denen der Powerman Zofingen über die Langdistanz von Schweizerinnen und Schweizern dominiert wurde. 1996 und 1997 stiegen bei den Männern nur Schweizer aufs Podest. Gleiches schafften die Schweizerinnen in den Jahren 1989 und 2000. Einheimische Glanzlicher setzen wollen dieses Jahr drei Aargauer. Allen voran Stefan Lüscher. Der 31-jährige Zofinger kam 2008 als Vierter ins Ziel und konnte im letzten Jahr verletzungshalber nicht starten. Gleiches Schicksal erfährt Lüscher heuer, denn auch diesmal stoppte ihn eine Verletzung. Dafür wollen die Brüder Lukas und Jonas Baumann heuer in Zofingen zum ersten Mal beide zugleich in den Top-Ten finishen. Stark aufgekommen ist in diesem Jahr bei den Frauen Jacqueline Übelhart. Nach dem Sieg beim Powerman Memorial Benny Vansteelant am 6. Juni dieses Jahres im belgischen Torhout gelang der in Welschenrohr aufgewachsenen 35-jährigen Aarwangnerin auch die WM-Hauptprobe beim Powerman Austria in Weyer mit Platz 2 ausgezeichnet. Nach den ersten 15,6 Lauf und den 82,4 Rad-Kilometern lagen Csomor und Übelhart noch gleichauf. «Die 107 Sekunden nahm sie mir dann auf den letzten 7,3 Laufkilometern ab», so Übelhart. «Eigentlich hätte ich noch schneller sein können, vor allem auf dem Velo. Ich traute aber nicht, an Erika Csomor vorbeizuziehen, da sie viel mehr Erfahrung hat als ich.» Sie habe sich in Weyer noch nicht verheizen wollen. «Kommt es am 5. September in Zofingen aber zu einer ähnlichen Situation, ziehe ich auf dem Rad an Csomor vorbei und versuche mein Glück», gibt sich die Bernerin im Hinblick auf die bevorstehenden Duathlon-Langdistanz-Weltmeisterschaften kämpferisch.

Zuwachs im Jubilee Club

Dem vom Deutschen Udo Siebert gegründeten Jubilee Club, in dem alle Athletinnen und Athleten aufgenommen werden, die den Powerman Zofingen (Langdistanz) zehnmal beendet haben, gehören elf Männer und eine Frau (die Zürcherin Maja Jacober) an. Als Lohn winkt ein goldener Pin! Zuoberst auf der Hitliste steht der mittlerweile 69-jährige Aargauer Willi Erismann, der den Powerman Zofingen bisher immer gefinisht hat, also bereits deren 21 Male! Heuer will Erismann für einmal nicht am Powerman Zofingen teilnehmen. In diesem Jahr könnten zudem Erika Csomor (Ungarn), John Philipps (Amerika) und Nobert Hubert (Deutschland) neu dazu kommen. Dieses Trio hat nämlich bisher in Zofingen neun Langdistanzrennen beendet. An der Postrace-Party in Zofingen werden neben den Tagessiegern auch die Zehnfach-Finisher und die Powerman-Botschafter geehrt.

CHARITY als Magnet

Seit dem 20. Powerman-Jubiläumsanlass vor zwei Jahren setzt das Organisationskomitee des Powerman Zofingen am Sonntag auf Wettkampf pur und am Samstag mit den Themen Gesundheit, Nachwuchs und Wohltätigkeit auf den Breitensport. Stark aufgewertet wurde die Powerman CHARITY, die zum dritten Mal ausgetragen wird. Das Motto lautet dabei «Bewegung, Freude und Gesundheit» und der Event dürfte zum absoluten Knaller werden. Viele Persönlichkeiten aus Sport, Politik und Unterhaltung sind mit von der Partie: So etwa die Rad-Cracks Markus Zberg und Bruno Risi, die Curling-Asse Carmen Schäfer und Jan Hauser, der ehemalige Beachvolleystar Paul Laciga, das SF-Moderatorenduo Steffi Buchli/Oliver Bono, die Freestyle-Akrobatin Evelyne Leu, der frühere Duathlon-Weltmeister Urs Dellsperger, die ehemalige Top-Triathletin Brigitte McMahon, die Fussball-Koryphäe Hansruedi Hasler (ehemaliger Technischer Direktor des SFV), der Beachsoccer-Star Stephan Meier und die Aargauer SVP-Nationalrätin Sylvia Flückiger-Bäni. Wer gemeinsam mit diesen und noch mehr Prominenten laufen und velofahren will, muss sich sputen, denn die Startplätze sind sehr begehrt! Sie können sich für die 5 Kilometer lange Laufstrecke entscheiden oder für die 30 Kilometer lange Radstrecke, die teilweise über die Original-Powermanstrecke geht. Der Startschuss zur Radstrecke fällt am 4. September um 13.30 Uhr, jener zur Laufstrecke um 13.45 Uhr. Start und Ziel sind bei der Powerman-Arena. Da es sich nicht (!) um ein Rennen handelt, wird auch keine Zeit gemessen und es gibt keine Rangliste. Im Mittelpunkt stehen der Plausch und der Charity-Gedanke. Das Startgeld beträgt dabei nur 50 Franken.

Bundesrat Maurer kommt

Bundesrat Ueli Maurer streicht den Stellenwert des Powerman Zofingen heraus: Auch für Nichtduathletinnen und -duathleten sei der Powerman Zofingen längst ein Begriff. «In drei Jahren wird er ja bereits zum 25. Mal durchgeführt werden und hat damit Tradition. Ich finde es wichtig und wertvoll, dass Sportanlässe mit internationaler Ausstrahlung nicht nur in den grossen Zentren stattfinden, sondern eben auch in einem Städtchen wie Zofingen. Das ist die Land-Power!» Der Chef des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) hat üblicherweise den ganzen Tag mit Terminen verplant. Nicht so am 5. September: «So wie es aussieht, ist dieser Tag ganz dem Powerman Zofingen reserviert. Ich werde am frühen Morgen eine Velotour machen. Dann kann ich den Anlass umso mehr geniessen und muss nicht ständig auf die Uhr schauen.»

Flyer-Elektrovelo zu gewinnen

Im Ziel der Powerman CHARITY bekommen alle Teilnehmer ein tolles Erinnerungs-Shirt. Wer sich vor dem 25. August 2010 online via Datasport (www.datasport.com) angemeldet hat, kann mit Glück einen ersten tollen Preis abholen. Es winkt eine 4-Tages-Tour von Willisau nach Murten. Dies inklusive Miete eines Flyer-Elektrovelos und dreier Übernachtungen im Gesamtwert von 700 Franken. Der Preis wird gestiftet von der Biketec AG Huttwil (www.biketec.ch). Zudem nehmen alle an der Powerman CHARITY Startenden automatisch an der Verlosung des Hauptpreises teil, ebenfalls offeriert von der Huttwiler Firma Biketec AG. Zu gewinnen gibt es ein FLYER-Elektrovelo im Wert von 3'500 Franken (Modell und Grösse nach Wahl)! Achtung: Beide genannten Preise kann man nur gewinnen, wenn man an der Auslosung (diese findet direkt im Anschluss an die sportliche Betätigung bei der Powerman CHARITY in der Wechselzone statt) persönlich anwesend ist!

Die Biketec AG stellt für den sportlichen Teil der Powerman CHARITY überdies 45 Elektro-Bikes zur Verfügung. Probieren Sie ein solches doch aus! Sämtliche Einnahmen der Powerman CHARITY kommen dieses Jahr der Stiftung Kinderhilfe Sternschnuppe (www.sternschnuppe.ch) zugute. Diese Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, schwerkranken oder behinderten Kindern und Jugendlichen einen Herzenswunsch zu erfüllen.

Kinder im Mittelpunkt

Am Samstag, 4. September 2010, werden die Kinder im Rennprogramm der PowerKids und PowerYouth gefordert. Neu gibt es für die Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren etwas längere Strecken (2 km Laufen, 8 km Velofahren, 2 km Laufen). Die PowerYouth-Rennen sind zudem eingebettet in die Rennserie «Youth Duathlon Cup» des Swiss Triathlon Verbandes. Als letztes Rennen der Serie werden die Seriensieger überdies an jenem 4. September in Zofingen in der Powerman-Arena ausgezeichnet.