Grosse Freude bei den Organisatoren der 22. Powerman Duathlon Weltmeisterschaften Zofingen am ersten Wettkampftag. Bei strahlendem Sonnenschein gingen nicht weniger als 210 Leute bei der Powerman CHARITY mit einem Dutzend Prominenten an den Start. Auch bei den PowerKids und bei der PowerYouth lag die Zahl von 250 Teilnehmern über den Erwartungen - Raphael Galliker
Den Auftakt zum 22. Powerman Zofingen-Wochenende machte am Samstag die Powerman CHARITY. Zusammen mit einem Dutzend Prominenten aus den Sparten Sport, Unterhaltung, Wirtschaft und Politik gingen 210 Leute an den Start. Schon alleine dank den Startgeldern kommt dem Kinderhilfswerk Sternschnuppe damit eine Summe von weit über 10‘000 Franken zugute. «Als ich an den Start der Powerman CHARITY ging und sah, dass die ganze Strasse voller Velos war, bekam ich ein wahres Glückgefühl», macht OK-Präsident Stefan Ruf klar, dass die 3. Powerman CHARITY ein Vollerfolg war. «Die prominenten Teilnehmer gingen dabei sehr engagiert zur Sache und fuhren oder liefen voraus», so Ruf weiter. Hell begeistert von der Powerman CHARITY war der Zofinger TV-Moderator und –Redaktor Oliver Bono, der sich für die Variante 5 Laufkilometer entschieden hatte. «Dass 210 Leute mitmachten, finde ich den Hammer.» Bonos fünfköpfige Familie ist polysportiv veranlagt. «Meine Frau ist Sportlehrerin, die drei Kinder betreiben verschiedene Sportarten und ich jogge und spiele zum Plausch in einer Eishockeymannschaft beim SC Suhrental.» Für den 44-jährigen Fernsehmann war die Laufstrecke eine lockere Sache. «Erst bei der letzten Steigung ging es nicht mehr so locker voran.»
Als Mitglied der Schweizer Beachsoccer-Nationalmannschaft ist sich Stephan Meier schönes Wetter gewohnt. «Toll, mit welcher Begeisterung die Leute mitmachten und uns auch am Strassenrand mächtig anfeuerten.» Der 28-jährige Erlinsbacher ist in Sachen Charity-Teilnahmen schon ein alter Hase. «Jährlich nehme ich an einer Handvoll solcher Charity-Anlässe teil, doch es muss immer im Zusammenhang mit Kindern sein.» Die Promis strichen dann unisolo das herrliche Wetter heraus und dass sie im nächsten Jahr wiederkommen wollen. Einige versprachen sogar, dass sie 2011 ein ganzes Team mitbringen werden. So Carmen Schäfer, die dann gleich das gesamte Curling-Team von Mirjam Ott mitschleppen will. «Die Strecke ist wunderschön und für einen guten Zweck lasse ich mich immer gerne engagieren», so die 29-jährige Zürcherin, die sich im letzten März ein Rennvelo gekauft hat und dieses nun in Zofingen vorführte . Sogar die ganze 1. Mannschaft des FC Aarau mit nach Zofingen bringen will im nächsten Jahr Trainer Ranko Jakovljevic. «Dies, wenn wir am ersten Septemberwochenende 2011 keine Meisterschaftsrunde haben werden.» Der FCA-Cheftrainer, der selbst noch in der 2. Aarauer Mannschaft in der 4. Liga Fussball spielt, machte auf den 5 Laufkilometern kräftig Werbung für seinen Klub. «Ich hoffe, dass der einte oder andere dann auch ab und zu ein FCA-Spiel besuchen wird.»
Für Radcrack Markus Zberg (Schweizer Strassenmeister 2000 und 2008) war der 30 Kilometer lange Veloparcours nicht schweisstreibend, absolviert er doch nach wie vor jährlich rund 7‘000 Kilometer auf dem Rad. «Ich habe aber nicht vor, hier in Zofingen einmal das Short- oder Langdistanz-Rennen zu bestreiten, denn meine neue Leidenschaft heisst Golf», so der 36-Jährige, der in Zofingen mit Bruno Risi einen weiteren Urner an seiner Seite hatte. Dank der Powerman CHARITY hat Evelyne Leu einen neuen Fanclub. «Die fünf Frauen in meiner Gruppe, die ich vorher nicht kannte, hatten derart Spass auf den 5 Laufkilometern, dass sie nun einen neuen Fanclub gründen wollen», gab sich die 34-jährige Freestyle-Skisportlerin begeistert.
Ins Schwitzen kam Paul Laciga, nicht wegen den 30 Velokilometern, sondern weil er seinen Drahtesel zu Hause gelassen hatte. «Dass ich die Strecke auf einem Flyer-Elektro-Bike bestreiten konnte war umso besser, denn mein vor acht Monaten operiertes Knie hätte die Strapazen auf einem normalen Velo noch nicht ausgehalten.» Der 40-jährige ehemalige Beachvolleyball-Crack fährt auch zu Hause jeden Tag auf seinem Elektrobike.
Auf seine eigene Muskelkraft angewiesen war Hans-Ruedi Hottiger. «Die ersten beiden Laufrunden machten Spass, die dritte und letzte dann weniger.» Der Zofinger Stadtammann nahm gleich mit einem eigenen fünfköpfigen Stadtteam teil. «Im nächsten Jahr wollen wir die Grösse dieses Teams mindestens verdoppeln», so Hottiger, für den die Powerman CHARITY der Startschuss zu einem intensiveren Sportprogramm war. «Ab jetzt gehe ich wöchentlich mindestens einmal Joggen oder ins Krafttraining.» Brigitte Albisser vom Stadtmarketing Zofingen genoss die Vorzüge des Flyers. «Aufwärts ging es so viel einfacher.» Genossen hat die ehemalige Leichtathletin die tolle Ambiance. «Der Powerman Zofingen zeichnet sich nicht nur durch die Duathlon-WM über die Langdistanz aus, sondern ist ein Anlass für gross und klein, für Kinder und auch Familien.» Interessant waren auch die Antworten der Promis auf die Frage, was ihnen auf den 5 Lauf- oder den 30 Velokilometern durch den Kopf gegangen sei. Während die meisten ans herrliche Wetter dachten, sehnte sich Beat Senn, der beim Powerman Zofingen für den VIP-Bereich verantwortlich ist, ein Glas Wasser herbei. «Ich gehe nämlich sonst immer in Küngoldingen im Wald joggen, also im Schatten.» Die Sonne habe das ihrige zur tollen Stimmung an der Powerman CHARITY beigetragen. «Überall traf ich fröhliche, gut gelaunte Leute an.»
Beim Nachwuchs stiess das erstmals durchgeführte PowerPfüderi-Rennen für unter Sechsjährige auf grosse Begeisterung. Nicht weniger als 50 Kinder sprangen über die 80 Meter. Damit trugen sie das ihrige bei zum erfolgreichen Samstag. Bei den PowerKids (1 bis 13 Jahre, inklusive Pfüderis) und bei der ebenfalls erstmals ausgetragenen PowerYouth (14 bis 17 Jahre) gingen gesamthaft fast 250 Kinder und Jugendliche an den Start. «Ein Blick in die strahlenden Kinderaugen genügte um all die vielen Wochen und Monate an harten Vorbereitungsarbeit vergessen zu machen», meinte Stefan Ruf. «Schmunzeln musste ich, als ein Kind zu seinem Vater sagte, dass es seine Medaille nun schon hätte und sein Vater sich morgen anstrengen müsse, um auch eine solche zu bekommen.» Text: Raphael Galliker